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[amazonadd=3404156145]Ein Selbstmord geht daneben - und das ist gut so!

Jeder kennt das Gefühl, den lieben Mitmenschen einmal ehrlich die Meinung sagen zu wollen. Leider fehlen im passenden Moment die richtigen Worte oder man ist einfach zu feige.

Die Heldin in Kerstin Giers Roman "Für jede Lösung ein Problem" verfasst jede Menge Abschiedsbriefe, da sie plant, sich mit Schlaftabletten und Wodka das Leben zu nehmen. Jeder bekommt sein Fett weg - ihre Eltern und Schwestern, aber auch ehemalige Weggefährten und der neue Lektor ihres Verlages, Adrian, den sie in ihrem Brief als "sexy" beschreibt.

Gerri will sterben, denn sie hat keinen Mann, nur eine mickrige Wohnung, kaum Geld und ihre Eltern sind enttäuscht von ihr. Außerdem verliert sie ihren Job als Autorin von Heftromanen, ihren einzigen wirklichen Lebensinhalt.

Gerri räumt ihre Wohnung auf, schmeißt alles Mögliche weg und kauft sich von ihrem letzten Geld ein tolles rotes Kleid. Sie bucht ein Zimmer im Hotel, um sich umzubringen, geht aber vorher noch einmal in die Bar. Das führt allerdings dazu, dass der Selbsmordversuch scheitert und am nächsten Tag die Abschiedsbriefe ihr Ziel erreichen.

Der Autorin Kerstin Gier gelingt es, das Thema "Selbstmord" zu einer humorvollen Geschichte zu verarbeiten, ohne dass dies lächerlich wirkt. Der Selbstmord der Heldin geht daneben - und das ist gut so!