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Von den gut gewählten und oft notorisch witzigen Titeln der Romane von Kerstin Gier geht durchaus eine gewisse Anziehungskraft aus.

Die Mütter-Mafia
Die Patin
Für jede Lösung ein Problem
Die Braut sagt leider nein
Fisherman´s Friend in meiner Koje
Die Laufmasche
Ehebrecher und andere Unschuldslämmer
Lügen, die von Herzen kommen
Ein unmoralisches Sonderangebot
Ach, wär ich nur zu Hause geblieben

sind nur einige Beispiele und auch der Titel "Männer und andere Katastrophen" verspricht eine ebenso kurzweilige und vielleicht etwas ironisch lustige Lektüre.

Die Aufmachung des Romans, wird dabei dem Titel in vollem Umfang gerecht und weckt durchaus Lust, sich dem Werk zu widmen.

Erzählt wird, leider ohne besondere Höhen und Tiefen, die Geschichte einer Mitte-20er Clique um die Hauptperson Judith. Die oberflächlich ausgelebten Beziehungskisten der Akteure bei der Suche nach dem Traumpartner, führen dabei immer wieder zu etwas grotesken Situationen, über die man als Unbeteiligter wahlweise manchmal die Hände über dem Kopf zusammen schlagen möchte oder aber auch schmunzeln kann.

Leider bleibt der Humor bei "Männer und andere Katastrophen" aber immer wieder auf halber Strecke stecken und oft ist der, von der Hauptperson Judith in der ich-Form erzählte Lebensabschnittsroman sogar etwas ermüdend und kann mit einem maximal durchschnittlichem Niveau nicht wirklich überzeugen.

Wer andere Werke der DeLiA-Preisträgerin des Jahres 2005 gelesen hat weiß, sie kann es eigentlich besser. "Männer und andere Katastrophen" ist als nette Zwischendurchlektüre ohne besonderen Anspruch sicherlich geeignet. Wer allerdings auch in der Unterhaltungsliteratur das gewisse Etwas sucht, ist bei den anderen Romanen von Kerstin Gier sicherlich besser aufgehoben.