Werbung

[amazonadd=3499256355] Ein Buch, das zu Tränen rührt

Der im Jahre 1965 geborene Autor Wolfgang Herrndorf hat mit seinem Buch "Tschick" den Finger in eine offene Wunde gelegt. Tschick ist der neue Schüler Andrej Tschichatschow, der im Osten Berlins zur Schule geht. Der Sohn russlanddeutscher Eltern ist sehr intelligent, doch sehr arm und asozial. Sein Klassenkamerad Maik dagegen kommt aus einer Familie, in der Geld kaum eine Rolle spielt, denn es ist genug davon vorhanden. Der Vater, ein viel beschäftigter Immobilienmakler, hat für den Jungen wenig Zeit, die Mutter ist meist in einer Entzugsklinik – Maik verwahrlost. Tschick wie auch Maik sind Außenseiter.

Die Jungen klauen in der Geschichte einen Pkw und fahren ins Blaue, denn Maiks Vater hat genug Geld in der Villa zurückgelassen, während er sich mit seiner Freundin vergnügt. Ein Abenteuer für beide Jungs beginnt. Wolfgang Herrndorf beschreibt die Abenteuer der beiden 14-Jährigen so spannend und mitreißend, dass der Leser das Gefühl bekommt, mit im Fahrzeug zu sitzen. Herrndorf beschreibt die Etappen der Jungs sehr exzentrisch, magisch, poetisch und meist auch unheimlich, komisch oder randständig.

Die Hauptpersonen unterhalten sich in ihrem Jugendjargon, den Herrndorf dezent einfließen lässt. Natürlich entdecken die beiden Teenager auch die Liebe und finden auf ihrem langen Weg in die Walachei neue Freunde. Das Resümee könnte lauten, dass der Mensch und die Welt schlecht sind. Doch wenn die beiden auf ihrer Reise nur einen guten Menschen gefunden haben, sind die Menschen doch nicht so schlecht.