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Der letzte Teil von Joe Abercrombies Trilogie "Königsklingen" hat mir gut gefallen: durchdachte Charaktere, eine finstere, dabei aber intelligente Handlung und ein fulminantes, wenngleich düsteres Ende, das mich überrascht hat.
Wie gewohnt schreibt Abercrombie nüchtern und zynisch, manchmal auch brutal. Der zynische Erzählton, die kraftvolle Sprache und der fesselnde Schreibstil lassen das Buch zu einem Erlebnis werden.

Die Handlung schließt an den zweiten Teil fast nahtlos an. Logen kehrt nach der Reise ans Ende der Welt dorthin zurück, wo alles begann. Im Norden stellt er sivh seiner Vergangenheit im Kampf mit Bethod. Doch Logen muss sich auch mit seinem inneren Dämon auseinander setzen: dem Blutigen Neuner, zu dem er mutiert, wenn er im Kampf in Raserei verfällt und zwischen Freund und Feind nicht mehr unterscheiden kann.

Joe Abercrombie schafft es, vielseitige und glaubwürdige Charaktere zu erwecken. Die Rollen sind stimmig und haben alle eines gemeinsam: Sie sind mit Fehlern behaftet. Jeder der Protagonisten hat menschliche Schwächen, was es dem Leser ermöglicht sich mit den Schattenseiten der Charaktere zu identifizieren. Joe Abercrombie gelingt es erstklassig die Grenzen zwischen Gut und Böse zu verwischen. Vor allem Logan ist der perfekte Anti-Held. Diese Figur wird nur noch vom Charakter des Glokta übertroffen, welcher im letzten Teil der Triologie noch deutlich sarkastischer und ironischer wirkt als in den letzten beiden Teilen. Trotz vieler Grausamkeiten hat mich Glokta mit seinem Zynismus regelmäßig zum Schmunzeln gebracht hat.

In meinen Augen ist der Roman „Königsklingen“ der Höhepunkt einer überaus spannenden und unterhaltsamen Trilogie, die auch für Fantasy Einsteiger hervorragend geeignet ist.