Literaturpreise: Preisträger und Bücher

Wir haben uns die Frage gestellt, was die Leser davon überzeugt, ein bestimmtes Buch zu lesen. Welche Kriterien sind bei der Wahl des Buches wichtig? Nach langer Untersuchung haben wir festgestellt, dass viele Leser nicht nur den Empfehlungen von Freunden am meisten vertrauen, was uns wirklich überrascht hat. Eine wichtige Rolle für Lesefüchse spielt auch, ob das Buch „preiswürdig“ ist. In den Listen der Literaturnobelpreisträger finden viele nicht nur hervorragende Schriftsteller, sondern auch vorher unbekannte Autoren, sodass die Frage entsteht, wofür sie diesen Preis bekommen haben. Um die Antwort auf solche Frage zu finden, braucht man es natürlich zu lesen. Deshalb haben wir für Sie hier die wichtigsten Literaturpreise, die Preisträger und prämierten Bücher zusammengestellt.

Der bekannteste internationale Literaturpreis ist bestimmt der Nobelpreis für Literatur (1901). Ein Muss für alle, die sich als Bücherfreunde bezeichnen, sind die Bücher von solchen deutschsprachigen Nobelpreisträgern wie: Herta Müller (2009), Günther Grass (1999), Heinrich Böll (1972), Thomas Mann (1929), Elfride Jelinek (2004), Elias Canetti (1981), Nelly Sachs (1966), Herman Hesse (1946), Carl Friedrich Georg Spitteler (1919), Gerhart Hauptmann (1912), Paul von Heyse (1910), Rudolf Eucken (1908) und Theodor Mommsen (1902).

Der Georg-Büchner-Preis ist der bedeutendste Literaturpreis im deutschen Sprachraum, dessen Wert 50 000 Euro beträgt. Der Preis wird am 27. Oktober in Darmstadt verliehen. Ursprünglich war der Preis an Künstler vergeben, die aus Georg Büchners Heimat Hessen stammten. Erst im Jahre 1951 erfolgte die Umwandlung des Preises in einen allgemeinen Literaturpreis. Unter Büchner-Preisträgern ist die Figur von Peter Handke sehr interessant. Den Preis hat er im Jahre 1976 erhalten und im Jahre 1999 hat er das Preisgeld zurückgegeben und ist aus der Römisch-Katholischen Kirche ausgetreten. Das hat er aus Protest gegen die NATO-Schläge und wegen des Schweigens vom Papst und der Ermunterung von führenden klerikalen Kreisen für das NATO-Eingreifen in Serbien gemacht.

Einer der wichtigsten Literaturpreise im deutschen Sprachraum ist auch Ingeborg-Bachmann-Preis, der seit 1977 jährlich verliehen wird. Was Auswahlkriterien angeht, so sollen die KandidatInnen unbedingt von einer Literaturzeitschrift oder einem Literaturverlag empfohlen werden. Die Texte, die bei den Lesungen zugelassen sind, sollen maximale Lesedauer von 25 Minuten haben, noch nie veröffentlicht und natürlich deutschsprachig sein. Im Jahre 2018 war die Bachmannpreis-Gewinnerin eine Ukrainerin (Tanja Maljartschuk), die auf Deutsch schreibt. Lernen Sie das Werk von dieser jungen Schriftstellerin und Journalistin kennen. Weltbekannt wurde sie aber nicht dank Ihrem Werk „Frösche im Meer“, für das Sie den Preis erhalten hat, sondern für einen Artikel „Russland, mein Russland, wie liebe ich dich“, den sie in „Frankfurter Allgemeine“ veröffentlicht hat.